Weiterbildung bei ständigen Veränderungen: Wie man mit Copilot-Training umgeht

In der fünften Folge unserer Miniserie zu Microsoft Copilot widmen wir uns einer praktischen Herausforderung: Wie gestaltet man das Training und die Weiterbildung in einer Welt, in der sich Cloud-Tools ständig verändern? Antje und Thomy diskutieren, welche Ansätze tatsächlich funktionieren und wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden auf dieser kontinuierlichen Lernreise begleiten können.
Was wurde besprochen?
- Die emotionale Komponente von KI-Tools:
- Copilot und ähnliche KI-Tools sind oft emotional aufgeladene Themen für Mitarbeitende
- Verschiedene Ausgangspositionen: Während manche (wie Thomy) zwischen verschiedenen KI-Tools wechseln, haben andere noch kaum Berührungspunkte
- Unterschiedliche Perspektiven: Studierende nutzen KI bereits selbstverständlich, während langjährige Mitarbeitende häufig skeptischer sind
- Herausforderungen bei der Integration in den Arbeitsalltag:
- Umstellung gewohnter Arbeitsabläufe erfordert bewusste Anstrengung und Zeit
- Viele realisieren erst im Nachhinein: „Das hätte ich mit KI einfacher lösen können“
- Copilot-Funktionen sind nicht immer so intuitiv sichtbar wie bei anderen Tools (z.B. Teams)
- Empfehlungen für effektives Training:
- Fokus auf wenige Anwendungen zu Beginn (idealerweise Outlook, Teams und Word)
- Asynchrone Lernmöglichkeiten anbieten, damit Mitarbeitende im eigenen Tempo lernen können
- Beispiel-Prompts nicht nur teilen, sondern „sezieren“: Warum funktioniert ein Prompt gut?
- Champions-Community aufbauen, die Unterstützung im direkten Arbeitsumfeld bietet
- Kontinuierliche Begleitung statt einmaliger Kick-off-Veranstaltungen
- Über die Grundfunktionen hinausdenken:
- Nicht bei „Zusammenfassen, Übersetzen, als Gedicht formulieren“ stehen bleiben
- Die Auseinandersetzung mit Zielgruppen und Kommunikationszielen vertiefen
- KI selbst nutzen, um bessere Prompts zu entwickeln („Inception“-Ansatz)
Schlüsselelemente aus dem Podcast
- Change-Mündigkeit etablieren: Organisationen müssen eine Kultur entwickeln, in der kontinuierliche Veränderung als normal akzeptiert wird und Mitarbeitende resilient auf Neuerungen reagieren können.
- Emotionaler Umgang: Statt mit „Fear of Missing Out“ zu arbeiten, sollten Organisationen einen sicheren Raum für Experimente schaffen und emotionale Reaktionen auf KI-Tools ernst nehmen.
- Authentizität bewahren: Trotz KI-Unterstützung sollte der eigene Stil und die eigene Denkweise nicht verloren gehen – besonders angesichts der Flut von generischen KI-generierten Inhalten in sozialen Medien.
- Crawl, Walk, Run: Die schrittweise Einführung mit Fokus auf wenige, aber häufig genutzte Anwendungen verhindert Überforderung und ermöglicht echte Integration in den Arbeitsalltag.
- Kontinuierliche Reflexion: Sich regelmäßig Zeit nehmen, um zu überlegen, wie KI-Tools den eigenen Arbeitsalltag verbessern könnten – die durch Copilot gewonnene Zeit genau dafür zu nutzen.
Die Diskussion zeigt deutlich: Der Umgang mit ständigen Veränderungen erfordert eine neue Art des Lernens und der Weiterbildung. Statt abgeschlossener Trainingseinheiten braucht es kontinuierliche Begleitung, Austausch und eine Kultur, die Experimentieren fördert. Die größte Herausforderung liegt nicht im technischen Verständnis, sondern in der Integration in gewohnte Arbeitsabläufe und im Umgang mit emotionalen Reaktionen auf diese neue Arbeitsweise.
In der nächsten und letzten Folge unserer Miniserie werden wir abschließende Erkenntnisse und Empfehlungen für die erfolgreiche Implementierung von Microsoft Copilot zusammenfassen.