Copilot Extensibility: Die Erweiterungsmöglichkeiten und ihre Potenziale

In der sechsten und letzten Folge unserer Miniserie zu Microsoft Copilot widmen wir uns einem fortgeschrittenen Thema: Der Extensibility – also den Erweiterungsmöglichkeiten von Copilot. Antje und Thomy diskutieren, wie Unternehmen über die Standardfunktionen hinausgehen können, um Copilot noch mächtiger und relevanter für ihre spezifischen Anforderungen zu machen.
Was wurde besprochen?
- Die zwei Kategorien der Extensibility:
- Knowledge-Erweiterung: Anbindung externer Wissensquellen (SAP, Salesforce, Zeiterfassung etc.) an Copilot, damit dieser auf mehr als nur Microsoft 365-Daten zugreifen kann
- Skills-Erweiterung: Ermöglicht Copilot, Aktionen in externen Systemen auszulösen (z.B. Zeitbuchungen vornehmen oder Datensätze aktualisieren)
- Agents als Schlüsselelement:
- Agents sind spezialisierte Erweiterungen für Copilot für bestimmte Aufgabenbereiche
- In SharePoint bereits standardmäßig verfügbar („Chat with Documents“)
- Möglichkeit, eigene Agents auf Basis von Dokumentenbibliotheken zu erstellen
- Praktisches Beispiel: Agent für SAP-Dokumentation, der komplexe Fragen zu 5.000-6.000 Seiten Dokumentation schnell beantworten kann
- Entwicklungsoptionen für Agents:
- Einfache Agents können direkt in SharePoint mit vorhandenen Dokumenten erstellt werden
- Copilot Studio (ehemals Power Virtual Agents) erlaubt fortgeschrittene Agent-Entwicklung
- Möglichkeit, Copilot selbst zu nutzen, um Agents zu entwickeln („Copilot prompten, damit der dir ein Agent baut“)
- Herausforderungen und strategische Überlegungen:
- Verschiedene Plattformen bieten ihre eigenen Agents (z.B. „Agent Force“ bei Salesforce)
- Entscheidungen notwendig: Welche Agents nutzen? Wo entwickeln? Wie aktuell halten?
- Governance-Fragen werden bei zunehmender Agent-Nutzung wichtiger
Schlüsselelemente aus dem Podcast
- Vom Einfachen zum Komplexen: Einstieg in die Extensibility kann mit vorhandenen SharePoint-Dokumenten beginnen – keine Entwicklerkenntnisse notwendig für erste Schritte.
- Use-Case-Orientierung: Der Fokus sollte immer auf dem konkreten Mehrwert für die Endanwender liegen, nicht auf der Technologie selbst.
- Zielgruppenspezifischer Ansatz: Für kleine Teams mit spezifischen Anforderungen kann Extensibility früher relevant sein; für breite Ausrollungen sollte sie nicht der erste Schritt sein.
- Zukunftsperspektiven: Die Kommunikation zwischen verschiedenen Agents und automatisierte Abläufe (Scheduled Prompts) deuten bereits auf die nächste Evolutionsstufe von Copilot hin.
- Realistische Einschätzung: Trotz der beeindruckenden Möglichkeiten ist eine nüchterne Betrachtung wichtig – nicht jede neue Technologie verändert alles grundlegend.
Die Extensibility-Funktionen von Copilot eröffnen völlig neue Möglichkeiten, indem sie die Grenzen zwischen verschiedenen Unternehmenssystemen überwinden. Während die technologischen Möglichkeiten beeindrucken, bleibt der praktische Nutzwert für die Anwender das entscheidende Kriterium. Für IT-Abteilungen und Fachabteilungen gleichermaßen stellt sich nicht mehr die Frage „ob“, sondern „wie und wann“ sie diese Erweiterungsmöglichkeiten in ihre Copilot-Strategie einbinden.
Damit schließen wir unsere sechsteilige Miniserie zu Microsoft Copilot ab. Wir haben die grundlegenden Konzepte, Implementierungsstrategien, ROI-Betrachtungen, Governance-Aspekte, Trainingsansätze und nun die Erweiterungsmöglichkeiten beleuchtet. Wir hoffen, dass diese Serie einen umfassenden Einblick in die Welt von Microsoft Copilot geboten hat und Unternehmen auf ihrem Weg zur erfolgreichen Implementierung unterstützt.